Polizei nimmt mutmaßlichen BVB-Bomber fest | Aktuell Deutschland | DW.COM

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Spezialkräfte der GSG 9 haben nach Angaben der Generalbundesanwaltschaft am frühen Morgen im Raum Tübingen zugeschlagen und einen 28-Jährigen festgenommen, der Mann habe die deutsche und die russische Staatsangehörigkeit. Er soll für den Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus in der vergangenen Woche verantwortlich sein. Die Bundesanwälte werfen ihm versuchten Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vor.

Wette auf Kursverluste

Der mutmaßliche Täter ist demnach kein Extremist, er soll im Zusammenhang mit dem Anschlag auf einen Kurssturz der BVB-Aktien gewettet haben. Der Verdächtige habe direkt vom BVB-Mannschaftshotel aus online ein Aktienpaket von 15.000 Optionsscheinen für 78.000 Euro gekauft. Finanziert habe er dies über einen am 3. April aufgenommenen Verbraucherkredit. Mitarbeiter der betreffenden Bank hätten der Polizei eine Verdachtsanzeige gegen den Mann wegen Geldwäsche übermittelt, weil ihnen der Kauf verdächtig erschien. Im Falle eines deutlichen Kursverlustes hätte der Mann einen Millionengewinn mit den Aktienoptionen machen können.

Innenminister Thomas de Maizière dankte allen beteiligten Polizisten und mahnte: “Jetzt geht es darum, Beweise zu sichern und mögliche Hintergründe aufzuklären.”

Am 11. April waren vor der Champions-League-Begegnung von Borussia Dortmund gegen den AS Monaco drei Sprengsätze neben dem Mannschaftsbus der Fußballer explodiert. Der Spieler Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt. Verschiedene Bekennerschreiben wiesen auf Islamisten, Rechtsextreme und gewaltbereite Fußballfans hin. Die Polizei ermittelte zunächst in alle Richtungen.

fab/jj (dpa, rtr, Generalbundesanwaltschaft)



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Date de parution : 21 April 2017 | 4:35 am